UNESCO-Welterbe sind jene außergewöhnlichen Orte, die so bedeutsam sind, dass sie über den Wert einer einzelnen Nation hinausreichen – Schätze, die als gemeinsames Erbe der gesamten Menschheit gelten. Sie erzählen von der Kreativität, dem Mut und dem Wissen früherer Generationen ebenso wie von der Kraft der Natur. Ob mittelalterliche Kathedralen, revolutionäre Architektur, uralte Schriftstücke oder legendäre Kulturlandschaften: Welterbe ist dort, wo Geschichte nicht nur bewahrt, sondern spürbar wird.
Für die UNESCO umfasst Kulturerbe von Menschen geschaffene Zeugnisse wie historische Städte, Kunstwerke, Architektur oder Kulturlandschaften, die die Entwicklung menschlicher Zivilisation sichtbar machen. Naturerbe hingegen bezeichnet außergewöhnliche Naturlandschaften, geologische Formationen oder Lebensräume, die ohne menschliches Zutun entstanden und aufgrund ihrer Schönheit, Vielfalt oder wissenschaftlichen Bedeutung geschützt werden.
Doch Welterbe ist mehr als Stein und Landschaft: Es umfasst auch die flüchtigen Schätze der Kultur – das immaterielle Erbe. Traditionen, Handwerkskünste, Musik, Rituale. All das, was sich nicht greifen, aber erleben lässt. Dazu kommt das Weltdokumentenerbe, gewissermaßen das Gedächtnis der Welt: Urkunden, Manuskripte, Karten, Fotografien – die Zeugnisse unseres kollektiven Wissens.